Ich bin Ich! (2010 – 2013)

Logo vom Projekt ›Ich bin Ich!‹

Im Februar 2010 startete das BellZett sein dreijähriges Projekt zur Stärkung des Selbstbewusstseins für Mädchen mit körperlicher und/oder geistiger Einschränkung im Alter von 6 – 18 Jahren. Schirmherrin des Projektes war Angelika Gemkow, die Landesbehindertenbeauftragte NRW. ›Ich bin Ich!‹ wurde finanziell von der Aktion Mensch unterstützt.

Am 11. Dezember 2013 wurde das BellZett im Landesministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport fürs Projekt mit dem kleinen ›Silbernen Stern des Sports‹ ausgezeichnet. Die Volksbank Bielefeld und der Deutsche Olympische Sportbund zeichnen das BellZett mit einem ›Großer Stern des Sports‹ in Bronze aus!

Bei der Preisverleihung am 29. November 2012 im Brackweder Kino Scala konnte das BellZett-Team den ›Großen Stern des Sports‹ in Bronze von Joachim Westerteicher, Vorstandsmitglied der Volksbank Bielefeld, entgegennehmen. Ausgezeichnet wurde das Projekt ›Ich bin Ich! – Ein Konzept zur Stärkung des Selbstbewusstseins von Mädchen mit körperlicher und/oder geistiger Einschränkung im Alter sechs bis achtzehn Jahren‹.

Die Plätze zwei und drei belegten die Sportfreunde Sennestadt und der TSVE Bielefeld. Auch sie erhielten jeweils einen ›Stern des Sports‹ in Bronze und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 bzw. 500 Euro. Insgesamt hatten sich elf Vereine aus Bielefeld beteiligt.

Der gesellschaftliche Einsatz innerhalb des Breitensports wird mit diesem Preis belohnt, nicht die sportliche Höchstleistung. Dieser Wettbewerb würdigt kreative, innovative Maßnahmen in Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration und Gleichstellung. Jährlicher Höhepunkt ist die Vergabe der ›Sterne des Sports‹ in Gold in Berlin durch die Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten.

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro dotiert und der Siegerverein ist automatisch für den Wettbewerb um die ›Sterne des Sports‹ in Silber auf Landesebene mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro qualifiziert.

›Ich bin Ich!‹ Fachtag 2012

Neue Konzepte in der Gewaltprävention für Mädchen mit und ohne Behinderung stellte der Verein BellZett am Dienstag, 6. November 2012 im Alten Rathaus Bielefeld vor. Mitveranstalterin des Fachtags war das Frauenbüro der Stadt. Ulrike Föhst von Bethel.regional moderierte die Veranstaltung.

Seit Februar 2010 entwickelt das BellZett im Rahmen des von der ›Aktion Mensch‹ geförderten Projektes ›Ich bin Ich!‹ ein inklusives Konzept zur Gewaltprävention und Persönlichkeitsstärkung für Mädchen. Drei Monate vor Ende der Projektlaufzeit stellte das BellZett-Team rund fünfzig TeilnehmerInnen die Erkenntnisse der bisherigen pädagogischen Arbeit vor und gab Anregungen, wie gewaltpräventive Ansätze in den verschiedenen pädagogischen Arbeitsfeldern wie Kita, Schule, Offene Ganztagsschule, Schulsozialarbeit, Sportverein, in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder offenen Kinder- und Jugendarbeit, umgesetzt werden können.

Einen lebendigen Einblick in die praktische Arbeit vermittelten Ausschnitte aus der Filmdokumentation von Beate Middecke, die Präsentation von Kursteilnehmerinnen aus der Leineweberschule sowie eine Ausstellung mit selbst gestalteten Bildern von Kursteilnehmerinnen, ergänzt um Bilder der Bielefelder Fotografin Hermine Oberück.

In ihren Grußworten hoben Bürgermeisterin Karin Schrader sowie die Schirmherrin des Projekts und ehemalige Landesbehindertenbeauftragte NRW Angelika Gemkow die Wichtigkeit von Inklusion auch im Bereich von Angeboten zur Gewaltprävention hervor. Untersuchungen der Universität Bielefeld aus 2012 zeigen, dass die Lebenswelt von Frauen mit Behinderung in gravierendem Ausmaß durch Erfahrungen von körperlicher, psychischer und sexueller Gewalt geprägt ist. Frühzeitige Angebote zur Gewaltprävention wie die ›Ich bin Ich!‹-Kurse verbessern die Chancen, sich gegen Übergriffe zu wehren.

Neben PädagogInnen waren auch diejenigen eingeladen, die zu dem Themen Inklusion, Gewaltprävention und Geschlecht forschen, die inhaltliche Relevanz in der Kinder- und Jugendarbeit diskutieren und die über Finanzierung entscheiden.

Da Projekt-Förderungen immer an Eigenleistungen der Vereine gebunden sind, werden solche innovativen Projekte nur mit der Unterstützung durch Sponsoren und EinzelspenderInnen möglich. Karin Krudup, damalige Geschäftsführerin des BellZett, hob hier besonders die Stiftung der Stadtwerke Bielefeld hervor, die das Projekt ›Ich bin Ich!‹ großzügig unterstützt hat. Ende Januar 2013 lief die Förderung für das Projekt aus. Um die Kurse weiter in der notwendigen Qualität und Häufigkeit anbieten zu können, benötigt das BellZett Spenden.


›Ich bin Ich!‹ – Projektlied / Musik, Text + Produktion: Larissa Schories / Idee und Textbearbeitung: BellZett e.V.